Genauso wie ergonomisch geformte Bürostühle, gehört auch die richtige und vor allem ausreichende Beleuchtung am Arbeitsplatz dazu und wie das im Büro auszusehen hat, beschreibt sogar das Arbeitsschutzgesetz.

Was gibt es für Beleuchtungsarten?

Bei der Beleuchtung gibt es verschiedene Arten, so unterscheidet man zwischen Primär- und Sekundärbeleuchtung. Die Primärbeleuchtung oder auch Grundbeleuchtung sorgt für ein möglichst schattenfreies Ausleuchten eines Raumes, bei der die Lichtstärke von der Raumgestaltung (Wand- und Deckenfarbe, Möblierung und Tageslichteinfall) abhängt. Unter Sekundärbeleuchtung fallen alle Lichtquellen, die nicht dafür vorgesehen sind, den gesamten Raum zu beleuchten, sondern nur einen bestimmen Bereich des Raumes mit Licht zu versehen.

Für die Arbeit im Büro sind sowohl die Sekundär- als auch die Primärbeleuchtung von Bedeutung, da so die bestmögliche und schattenfreieste Lösung gefunden werden kann.

Basiswissen Lumen, Lux und Kelvin

Wer das Licht in einem Büroraum plant, sollte mit Begriffen wie Lumen, Lux und Kelvin vertraut sein.

Lumen ist die Einheit des Lichtstroms, bei der die Anzahl an Lumen die Gesamtmenge an Licht von einer Lichtquelle angibt. Vergleichsweise hat eine Glühbirne mit 60 Watt eine Lichtleistung von 700 Lumen.

Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke, die anhand einer zu beleuchtenden Fläche gemessen wird. Es ist also die Stärke des Lichtstroms, bezogen auf eine vorgegebene Fläche.

Kelvin beschreibt die Lichtfarbe einer bestimmten Lichtquelle. Das meint zum Beispiel, dass 2000 Kelvin warmes Licht und 5000 Kelvin im Gegensatz kühleres, hell-weißes Licht bedeutet und somit Tageslicht ähnliche Beleuchtung gegeben ist.

Gesetzliche Anforderungen des Lichts im Büroalltag

Nach §3 und §5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) hat jeder Mitarbeiter den Anspruch auf einen Arbeitsplatz, der bei der Ausführung ihrer Tätigkeit keinen gesundheitlichen Schaden bedingt.

So wird vorgeschrieben, dass in einem Büro sowie auch in Konferenz- und Besprechungsräumen eine Beleuchtungsstärke von 500-750 Lux erforderlich ist. Ältere oder am Sehorgan beschädigte Personen haben einen gesonderten Anspruch auf Licht, was bedeutet, dass diese Personengruppe einen Anspruch auf 750-1500 Lux hat.

Wissenschaftler raten jedoch im Allgemeinen bereits zu 1000 Lux, da Beschäftigte dies als angenehm und konzentrationsfördernd empfinden. Als Vergleich ein Spaziergang liefert selbst an einem bedeckten Wintertag bis zu 4000 Lux.

Worauf sollte ich in meinem Büro achten?

Am besten und leistungsförderndsten ist das natürliche Tageslicht, was so viel wie möglich genutzt werden sollte. Allerdings darf dies auch nicht durch direkte Sonneneinstrahlung blenden, was durch Plissees oder Jalousien verhindert werden kann. Falls jedoch kein Tageslicht verfügbar ist, sollte man auf künstliches Licht zurückgreifen, doch auch dabei sollte man einiges beachten. Dazu zählt die gleichmäßige Leuchtdichtenverteilung, sodass der Lichtunterschied zwischen Umgebung und Arbeitsplatz nicht zu hoch ist. Außerdem sollte das Blenden von Licht durch Reflexionen oder direkte Lichtquellen wie in Fenstern etc. vermieden werden. Das gleiche gilt auch für störende Schatten auf dem Bildschirm oder im direkten Blickfeld. Ebenfalls sollte auf eine geeignete Lichtfarbe acht genommen werden, da weder zu kühles, noch zu warmes Licht im Büro arbeitsfördernd ist. Somit wird häufig auf Neutral- sowie Tageslichtweiß zurückgegriffen, mit einem Wert von ca. 5300 Kelvin.

Warum ist Tageslicht so wichtig?

Das Tageslicht beeinflusst den Menschen ebenso wie die Sonne. Wenig Tageslicht begünstigt Trübseligkeit und Krankheiten sowie schlechte Stimmung, da das Licht für die Produktion des Glückshormons Serotonin zuständig ist. Außerdem wird durch Tageslicht die Produktion von Melatonin unterbunden, um der Müdigkeit entgegenzuwirken. Des Weiteren ist das Tageslicht für die Bildung von Vitamin D notwendig, was die Knochenbildung und Knochenstabilität unterstützt. Ebenso fördert das Tageslicht sowohl die Atmung und den Kreislauf als auch die Durchblutung und den Stoffwechsel. Besonders wirksam und zu empfehlen ist die Kombination von Bewegung und Tageslicht und sollte so in Pausen oder Freizeit integriert werden. Auch wenn kein strahlender Sonnenschein ist, ist es wirksam, morgens ein Stück zu laufen, um den Rest des Tages im Büro gut zu überstehen.

Lohnt es sich für Licht zu investieren?

Lampen, Beleuchtung und Sonnenblenden müssen natürlich angeschafft und verbaut werden, wodurch Kosten entstehen die unumgänglich sind. Das Wohl der Arbeitnehmer sollte jedoch so weit im Vordergrund stehen, dass das kein Problem darstellt. Zu ergänzen ist ebenfalls, dass die Effizienz des Arbeitens gesteigert und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Es lohnt sich also für den Arbeitnehmer und für den Arbeitgeber.

Lösung für effizientes und ungestörtes Arbeiten

Eine ideale Lösung lässt sich so einfach nicht formulieren, jedoch gibt es einige Lichtkonzepte, die die optimale Beleuchtung am Büroplatz hervorrufen. Zwei der Varianten, die bei uns im Gebrauch sind, werden im Folgenden dargestellt:

Variante 1:

Ein Zusammenschluss aus Primär- und Sekundärbeleuchtung durch Tageslicht sowie Deckenleuchten als Allgemeinbeleuchtung in Kombination mit flexiblen, dimmbaren Arbeitsleuchten im Büro. So wird das Arbeitsfeld mit direktem und hellem Licht versorgt, jedoch entsteht kein zu großer Lichtunterschied zur Umgebung. Durch die Möglichkeit des Dimmens kann der Arbeitnehmer je nach Lichteinfall des Tageslichtes selbst entscheiden, ob das Licht zu hell ist und blendet oder ob mehr Licht nötig ist, um beispielsweise gedruckte Dokumente zu lesen.

Variante 2

Eine gute Alternative sind Leuchten, die direktes und indirektes Licht kombinieren, wie zum Beispiel Pendel-, Steh- oder Wandleuchten. Sie geben Licht nicht nur nach unten ab, sondern erhellen ebenfalls einen großen Teil des Raumes. Dadurch kommt es zu einer gleichmäßigen Lichtverteilung mit angenehmen, nicht störenden Schatten.

Fazit

Büroarbeit ist eine Hochleistung für die Augen und auf keinen Fall zu unterschätzen. Die richtige Beleuchtung im Büro beugt frühzeitige Müdigkeit vor, steigert die Leistung merkbar, fördert die Aufmerksamkeit und verhindert Fehler. In der Praxis beweisen sich unsere meist benutzen oben genannten Lichtkombinationen im Alltag als sinnvoll und umsetzbar, egal unter welchen Bedingungen du Licht benötigst. Alle Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber erweisen sich als zufriedengestellt, da für jede Arbeitsaufgabe eine flexible Lösung gefunden werden kann, um all die an der Arbeit hindernden Auswirkungen zu stoppen. Somit wird durch das Investieren in unsere Arbeit, das Arbeiten im Büro nachhaltig, da wir Dich auf Deinem Weg zu optimalen Lichtverhältnissen im Büro unterstützen.

Du investierst mit unserer Unterstützung sowohl in die Gegenwart als auch in die Zukunft, da Mitarbeiter unterstützt und gefördert werden, um besser, zufriedener und gesünder arbeiten zu können. Das in Frage stellen des Effizienzgedanken bleibt also aus und durch die Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes sollte jedem Mitarbeiter das geboten werden, was er braucht. Wünschenswert ist selbstverständlich, dass Arbeitgeber in Kooperation mit uns versuchen, die bestmögliche Lösung für ihre Mitarbeiter zu finden, damit diese das gleiche für Dich als Arbeitgeber anstreben. Kontaktiere uns gerne, falls wir Dein Interesse gewinnen konnten, und wir begleiten Dich auf Deinem Weg zu optimalen Lichtverhältnissen im Büro.

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